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(Keine) Rede zum 68. Jahrestag der Befreiung!

Dem Ereignis angemessen, sollte hier eigentlich eine Rede veröffentlicht 

werden! 

Nun ist aber zum Thema schon sehr viel geredet und veröffentlicht worden. 

Deshalb wollen wir uns an dieser Stelle auf die Präsentation von 

Zeitdokumenten in Wort und Bild beschränken. Möge es dem aufmerksamen 

wie kritischem Leser überlassen bleiben, sich daraus ein Bild zu machen, sich 

wiederzufinden oder zu widersprechen. Egal wie! Der 8.Mai ist nicht nur ein 

Datum, welches unauslöschlich mit der Geschichte Deutschlands, Europas, 

ja der ganzen Welt verbunden bleiben wird! Es ist zugleich eine Nagelprobe  

des Charakters politischen Systems der BRD  und der geistigen und 

moralischen Befindlichkeit  seiner Akteure. 

"Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns befreit 

von dem menschenverachtenden System der 

nationalsozialistischen Gewaltherrschaft". 

Historische Rede von Richard von Weizäcker, Bundespräsident

der BRD am 8.Mai 1985 vor dem Bundestag

„ … die Rote Armee hatte auf dem Reichstag die Siegesfahne gehisst, da wurde ... noch 

immer zurück geschossen und der Reichstag verteidigt“.

„ ...  verdankt Deutschland … die Wiederherstellung seiner staatlichen Einheit am 3. 

Oktober 1990 - auch - diesem Abwehrkampf.“ 

„Warum gibt es … keinen besonderen Ort, der im Reichstag an diese Verteidigung 

erinnert“. „Auch das gehört zur deutschen Geschichte, zum 8. Mai 1945 und dem 

Reichstag allemal.“

„Die Tragweite der von Richard von Weizsäcker 1985 vorgenommenen Umdeutung der 

Niederlage von 1945 in eine Befreiung ist enorm, die Tragfähigkeit nahezu null und die 

Folgen teilweise katastrophal. "

"Die Rede ist zeitbedingt und traf die Stimmung der "Westdeutschen" Mitte der 1980er 

Jahre. Ein Vierteljahrhundert oder eine Generation später hält sie einer kritischen 

Überprüfung nicht stand." 

Guntram von Schenck, April 2011,  

Botschafter a.D., SPD-Bundestagsfraktion, Friedrich-Ebert-Stiftung,  

Botschafter an der Ständigen Vertretung der BRD bei UNO in Rom 

“Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln, der Aufbau 

einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.”

Dass dieser Schwur der befreiten Häftlinge des Konzentrationslagers 

Buchenwald bis heute aktuell bleiben würde, hat damals, im April 

1945, niemand geahnt.

VVN-BDA Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten  

Bundesvereinigung 

"Keine Frage, das Ende des verbrecherischen NS-Regimes war für 

Europa eine Befreiung. Aber die Hälfte Europas - und eben auch die 

Hälfte Deutschlands - kam vom Regen in die Traufe, eine 

menschenverachtende Diktatur löste die andere ab. Es ist das große

Verdienst von Hubertus Knabe, diese dunkle Seite des Kriegsendes 

und das damit verbundene Leid der deutschen Bevölkerung ... in 

Erinnerung zu rufen." 

Klappentext aus: Hubertus Knabe - Tag der Befreiung? 

Das Kriegsende in Ostdeutschland Propyläen Verlag, Berlin 2005 

NPD-Plakate in Mecklenburg-Vorpommern

"Mädchen mit Taube",

Siebdruck von

Gerhard Stengel.

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